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  • Koczulla
    PD. Dr. AR Koczulla
    Lungenfacharzt an der Marburger Universitätsklinik PDF-Lebenslauf/Interview (Bild anklicken)
  • Hundeteam Deisenhofen
    Hundeteam Deisenhofen
  • Ulli
    ULRIKE ALTHÖHN
    Tierarzthelferin und seit 2010 approbierte Tierärztin PDF-Lebenslauf/Interview (Bild anklicken)
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    Team Giessen/Linden
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    Horst Schmied - Hundetrainer
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    Wissenschaftsteam: Prof. Helga Schmetzer
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    Wissenschaftsteam:
    Prof. Rudolf Jörres
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    Studienleiter, klinische Studie:
    Dr. Thomas H. G. Duell
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    Wissenschaftsteam: Medizindoktorantin Wiebke Biehl
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  • ayvatoglu
    Beteiligte:
    Ulrike Ayvatoglou
  • Ulrike Sauer
    Beteiligte: Ulrike Sauer
    Projektleiterin/Hundetrainerin
    PDF-Lebenslauf/Interview (Bild anklicken)
Dem Krebs auf der Spur
Eigeninitiierte wissenschaftliche Studie, die anhand von eigens ausgebildeten Tumorsuchhunden die Möglichkeit zur Früherkennung von Lungenkrebs untersucht.
Diagnose per Hundenase - Vierbeiner als medizinische Assistenten


  Studie

Im Rahmen einer wissenschaftlichen ‚Lungenkrebs-Screening‘-Studie soll festgestellt werden, ob und wie zuverlässig speziell ausgebildete Hunde in der Lage sind, Atemproben von gesunden Probanden bzw. von Patienten mit gutartigen Lungenerkrankungen von Atemproben von Patienten mit Lungenkrebs zu unterscheiden und anzuzeigen. Zudem werden Atemproben parallel mit technischen Geräten (‚elektronische Nase‘‚(eNose)) auf typische flüchtige tumorassoziierte Markerprofile hin untersucht.
Die Studie ist in 4 Phasen unterteilt, der momentane Stand ist Phase 3.

Teilnehmer
Geeignete Hunde unterschiedlicher Rassen und mit unterschiedlichem Trainingshintergrund (Polizeihunde, Drogenhunde, Haushaltshunde) werden von Hundeausbildern nach ihrer Eignung (gutes Riechvermögen, Konzentrationsfähigkeit und Arbeitshaltung) ausgewählt und ausgebildet. Atemproben sowie ihre klinischen Daten stellen Patienten mit gut- und bösartigen Lungenerkrankungen sowie gesunde Probanden zur Verfügung. Zuletzt kümmert sich ein wissenschaftliches Team, bestehend aus Atemforschern und Lungenfachärzten aus den Unikliniken Marburg/Gießen und München-Gauting um die Zusammenführung und Auswertung der Daten. Ulrike Sauer, Vorstand der Stiftung, ist Projektinitiatorin und aktiv an der Rekrutierung von Teilnehmern im Projekt beteiligt.

Ulrike Sauer, Vorstand der Stiftung, ist Projektinitiatorin und aktiv an der Rekrutierung von Teilnehmern im Projekt beteiligt. Sie bildet das Hundeteam der Haushaltshunde  in den Stiftungsräumen aus.

Hintergrund
Lungenkrebs ist einer der häufigsten Tumorerkrankungen und ist besonders tückisch, weil die Patienten meist erst in fortgeschrittenen Tumorstadien klinische Symptome entwickeln. Die Erkennung von Tumoren mit geeigneten Verfahren in heilbaren Frühstadien wäre lebensrettend für die Betroffenen. Hunde weisen ein sehr hochentwickeltes  Riechorgan auf und können aus komplexen Mischungen von flüchtigen Stoffen im Boden, im Schnee  oder in der Luft ‚ihr‘ Muster (auf das sie konditioniert wurden) herausriechen – seien es Artgenossen, Futter, Drogen oder menschliche Stoffwechselprodukte. Erste bereits publizierte Ergebnisse mit Tumorschnüffelhunden zeigen, dass Hunde im Urin oder in Atemproben von Tumorpatienten im Vergleich zu Gesunden andere Geruchsmuster erkennen können. Mit technischen Atemluftanalyseverfahren (Chromatographie, eNose) konnten eine Vielzahl von flüchtigen Einzelsubstanzen nachgewiesen werden, die in Tumorproben typischerweise vermehrt vorkommen. Derzeit ist nicht klar, welche dieser Substanzen tumorspezifisch sind und somit als ‚Tumormarker‘ geeignet sind bzw. ob die Analysegeräte die nötige Trenngenauigkeit für relevante Substanzen aufweisen – oder ob möglicherweise Hunde besser in der Lage sind auffällige (Tumor?)-Geruchsmuster vor dem Hintergrund einer Vielzahl von flüchtigen Substanzen ausfindig zu machen.

Studienziele
1) Erstes Ziel der Studie ist im Rahmen einer wissenschaftlichen Analyse zu prüfen, ob Hunde (im Vergleich zu technischen Analysegeräten –eNose) Tumor-Atemstoffe von gesungen/nicht-bösartigen Atemstoffen, gebunden an Trägermaterialien, unterscheiden und sicher zuordnen können.

2) Falls es möglich ist, mit Hunden oder der eNose in Atemproben Tumorproben und gesunde Proben zu unterscheiden, soll darauf aufbauend ein (zertifiziertes) Screening-Verfahren zur Detektion von Tumorproben von der ISUS-Stiftung entwickelt werden, das in den klinischen Alltag münden könnte.

3) Erkenntnisse aus der Studie sollen in eine Publikation der Daten in einem internationalen pneumologischen Fachjournal münden sowie die Basis einer medizinischen Doktorarbeit sein.

Sollte es gelingen, mit Hunden oder der eNose gesunde/gutartige Atemproben sicher zu erkennen sowie insbesondere Tumore in Frühstadien zu identifizieren, so könnten den Patienten nicht nur invasive (und kostenintensive) Eingriffe erspart bleiben, sondern auch rechtzeitig therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.

„Krebs – neue Wege der Früherkennung!“

Link zum Film >
Krebs – eine Krankheit, die ungeheure Ängste weckt. Die gute Nachricht: in der Krebsforschung findet gerade ein regelrechter Paradigmenwechsel statt:  nicht jeder Krebs ist tödlich, nicht jeder Krebs muss behandelt werden!

Pressemitteilungen
Bild der Frau - Artikel Diagnoseschnüffelstudie.pdf
PR SuedOst Kurier 2012-06-22 farbig.pdf
Schnueffler Muenchner Merkur 2012-09-11.pdf
PR Hallo Hachinger Tal.pdf

Echo-online.de - Den Krebs riechen
Die Welt - Atemluft verrät, ob jemand schwer erkrankt ist
Passauer Neue Presse - Den Krebs riechen
brustkrebs-tagebuch.blogspot.de - Elektronische Nase soll den Krebs riechen



  Filmbeiträge




Phase 1-Konzeption
In der ersten Phase wurde das Studienkonzept entwickelt, Ziele definiert und Teilnehmer akquiriert. In einer Projektskizze wurden  die Aufgaben der Hundetrainer, der wissenschaftlichen und ärztlichen Mitwirkenden im Projekt zusammengefasst und ein positives Votum der Ethikkommission der Ludwigs-Maximilians-Universität zur Durchführung einer Patientenstudie erwirkt.

Phase 2 – Prüfung der Eignung von Hunden als ‚Tumorschnüffler‘
Hier wurde geprüft, ob Hunde grundsätzlich in der Lage sind, Tumoratemproben von gesunden Atemproben zu unterscheiden und mögliche Einflussgrößen auf die Treffsicherheit ermittelt. Drei unterschiedliche Hundeteams mit unterschiedlichen Trainingsstrategien wurden geprüft: professionell ausgebildete Drogenhunde sowie ordinäre Haushaltshunde unterschiedlicher Rassen (ausgewählt nach einem ‚Hundecasting‘ aus ca. 100 Hunden) wurden innerhalb von 4 Monaten zu ‚Tumorschnüffelhunden‘ in den Stiftungsräumen ausgebildet. Als Trägermaterialien für Atemproben diente  Mundschutz oder Glasröhrchen mit Aktivkohle befüllt.  Atemproben von Patienten mit gutartigen Lungenerkrankungen und Lungentumoren sowie von nicht-lungenkranken Probanden wurden ausschließlich in den Räumen der Lungenklinik Gauting gesammelt, um Hintergrunds-Gerüche zu standardisieren. Mögliche Einflussgrößen wurden auf der Patienten/Probandenseite (Ausdehnungsgrad der Tumorerkrankung, Begleiterkrankungen und Konsumgewohnheiten der Probanden (z.B. Raucher)) in Patientendateien sowie auf Hundeseite (Rasse, Tagesform) in Hundetagebüchern erfasst.

Ergebnis
Anhand von insgesamt 157 Atemproben von Patienten und Probanden konnte gezeigt werden, dass Hunde grundsätzlich in der Lage sind, gesunde von Tumoratemproben in einer (für Trainer und Hunde) doppelt verblindeten Versuchsanordnung zu unterscheiden. Die Treffsicherheit lag zwischen 50-100% und war von der Art der Konditionierung durch die Hundetrainer ebenso abhängig wie vom verwendeten Trägermaterial. Hunde, deren Spieltrieb während der Schnüffelarbeit ausreichend befriedigt wurde und deren Hundeführer gelassene ‚Rudelführer‘ darstellten, schlossen besser ab, während die Hunderasse oder eine vorausgegangene professionelle Ausbildung der teilnehmenden Hunde (beispielsweise zu Drogenhunden) für deren Qualifikation als Tumorschnüffelhunde irrelevant waren. Zudem zeigten die Hunde einen Lerneffekt, d.h. gegen Ende der Studienphase verbesserte sich die Treffsicherheit der Hunde.

Phase 3 –  Konzept der Studienhauptphase: Hunde im Vergleich zur eNose  als Tumordetektoren
Basierend auf Erkenntnisse der Vorphase wurde eine neue Studie mit drei Hundeteams und zwei klinischen Zentren konzipiert, Verträge mit den Teilnehmern abgeschlossen, die Projektskizze und der Ethikantrag entsprechend angepasst. Hundeteam ‚Stiftung‘ setzt sich aus einigen Haushaltshunden aus der ersten Phase zusammen und wurde um zwei weitere Hunde erweitert – alle Hunde weisen einen ausgeprägten Spieltrieb und hohe Einsatzbereitschaft auf. Hundeteam ´Bodensee‘  setzt sich aus Polizei-Arbeitshunden (Drogen- und Geldsuchhunde in Zwingerhaltung) zusammen (Ausbilder: W. Schmied und E. Strauß). Dem Hundeteam ‚Gießen‘ gehören Hunde an, die im Familienverband leben und als Rettungshunde oder Sprengstoffhunde zur Zielobjektsuche eingesetzt werden (Ausbilder: U. und E. Schäfer). Als Trägermaterial für Atemproben dienen Mundschutz sowie Glasröhrchen (befüllt mit teil-silikonisiertem Vlies oder mit Spezialvlies, das wasserlösliche und wasserabweisende lösliche Substanzen gleichermaßen bindet). Das Gießener Hundeteam wird nur das Vliesmaterial zum Screening  verwenden. Das Stiftungs- und Bodenseeteam erhält alle Trägermaterialien. Zudem werden parallel einige Atemproben von Marburger Patienten direkt mit einer eNose gesammelt bzw. auch Analysen von auf Trägermaterial gebundenen Atemproben mit der eNose durchgeführt.

Phase 4 – Auswertung der Daten
Hier werden alle Daten aus den vorherigen Phasen sowie der Studienhauptphase, Phase3, ausgewertet und münden in eine Publikation sowie in die Dissertation der an der Studie beteiligten Doktorandin.
     
  Projektunterstützung
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